Der Staat

 

 

Wat iss enne Staat?

Da stelle´ mer uns janz dumm, un kucken in´t dtv-Lexikon
(Band 17, S. 217):

 

Staat (ist) eine Herrschaftsordnung, durch die ein Volk auf abgegrenztem Gebiet durch hoheitliche Gewalt zur Wahrung  gemeinsamer (ideeller und materieller) Güter verbunden ist..... Jeder Staat ist eine Herrschaftsordnung, d.h. ein Verband, der auf Über- und Unterordnung beruht.....

Der Staat hat die Befugnis und Fähigkeit, den Herrschafts­unter­worfenen mit verbindlichen Befehlen (Gesetzen und Einzelakten) gegen­über­zutreten und diese, ..., mit Zwang durchzusetzen; Staatsgewalt ist hoheitliche Befehls- und Zwangs­gewalt.

Das Staatsvolk (ist) die Gesamtheit der durch die Herrschaftsordnung vereinigten Menschen....

Das Staatsgebiet ist der Raum, auf den sich die Gebietshoheit erstreckt.

Erhellend dazu, was das Lexikon über „Herrschaft“ zu berichten weiß (Band 8, S.280):

Herrschaft (sind) menschliche Beziehungen, die dauerhafte Über- und Unterordnung erstreben und diese durch ideelle Gründe rechtfertigen
(
® legitimieren).

Und legitimieren heißt laut demselben Lexikon (Band 11, S. 159):
für rechtmäßig erklären.

Was wissen wir jetzt?

 

Staat ist eine Herrschaftsordnung, durch die

ein Volk

auf abgegrenztem Gebiet

durch hoheitliche Gewalt

 

eben:            Ein Volk

Ein Reich

Ein Führer

 

zur Wahrung gemeinsamer (ideeller und materieller) Güter verbunden ist.

Hier ist die Erläuterung angebracht, daß es sich bei der Wahrung der ideellen Güter eher um eine Ideologie handelt, eine Rechtfertigung, die notfalls an den Haaren herbeigezogen wird: z.B die Durch­setzung der Menschen­rechte, die bei genau­erem Hin­schauen nichts anderes sind, als die ans Mitmachen gebundenen Erlaub­nisse der Herrschaft ans Volk.

Mit deren einfachen Geltung will sich ja keiner von denen, die sich da­rauf berufen, zufrieden geben: Es geht immer um die Durchsetzung dort, wo sie ihres Erachtens noch nicht genü­gend gelten! Die Berufung wird als Legitimation benutzt, sich dort einzu­mische: Aktuell in Syrien, ach, was rede ich, im ganzen Nahen Osten!

 

Was die materiellen Güter angeht, da ist die Herrschaft mit einer Wahrung = Erhaltung ebenfalls  nicht zufrieden:

Sie besteht auf Vermehrung, weil sie im­mer mehr Mittel braucht, um sich in der (auch von ihr immer mehr) globalisierten Welt zu behaupten.

 

Die Herrschaft in Deutschland (und im Rest der westlichen Welt) organi­siert die Vermehrung der materiellen Güter als Marktwirtschaft, mehr oder weniger sozial. Hier wollen wir nur vermelden, daß das von allen Regie­rungen ange­strebte Wirtschafts­wachs­tum folgendes nach sich zieht:

·       Wachstum des Reichtums bei de­nen, die seine Vermehrung (als die ihres privaten Vermögens) organisieren

·       Versorgung des Staates mit den (Steuer‑) Mitteln, die er sich rechtmäßig beschafft

·       Verarmung bei den Mitgliedern des Volksteils, der wegen Vermögens­mangel keine andere Wahl als Arbeit für den Reichtum anderer (oder Sozialhilfe) hat.

 

Des weiteren soll noch mitgeteilt werden, daß Staaten ihre territoriale Begrenzung regel­mäßig für unge­recht und unzumutbar halten, weswe­gen sie „Grenzen das Trennende nehmen“ (lassen), was die Gegenseite i.d.R. ungnädig aufnimmt und ggf. mit Besetzung ahndet.
Umgekehrt umgekehrt.
Diese Phase der Konkurrenz von Nationen wird Krieg genannt.
Die dafür mobilisierten Volksteile können hoffen, im besten Falle gealtert, aber körperlich unversehrt aus ihm zurück zu kehren.

 

Diese Hoffnung erfüllt sich für viele nicht.

 

UUUUUUUUUUUUUUUUUUUU

UUUUUUUUUUUUUUUUUUUU

UUUUUUUUUUUUUUUUUUUU

 

 

 

 

 

 

 

Soweit das Lexikon und anderthalb weiterführende Gedanken.

Dasselbe ganz anders aufgezogen:

 

 

 

Freiheit & Gleichheit – Privateigentum –
abstrakt freier Wille

Der bürgerliche Staat ist
die politische Gewalt
der
kapitalistischen Gesellschaft

 

 

 

Im Grunde ist die gesamte Politik des Staates darauf ausgerichtet,
das Wirtschafts-Wachstum
 - das heißt, das Wachstum des Kapitals unter seiner Hoheit - zu fördern

 

www.gegenstandpunkt.com/vlg/staat/staat_i.htm (§§ 4-8)

 

damit er daraus über Steuern und Kredit die Mittel für seine Politik ziehen kann.

 

Jedenfalls die gesamte Politik,
soweit sie nicht dazu dient, den Staat selbst zu organisieren.

www.gegenstandpunkt.com/vlg/staat/staat_i.htm (§§ 1-4; 9+10)

 

Auch die Aktivitäten über seine Grenzen hinaus
haben zunächst die Wirtschaft im Auge:

 

Die Konkurrenz der Nationen um den Reichtum der Welt

 

In der Folge kommt es durchaus zu Gewalt nach außen:

Krieg und Frieden

und um die planmässig durchziehen zu können,
sowie auch die Verhältnisse zu hause nach seinen Vorstellungen ordnen zu können,
braucht er sein(e) Gewalt(monopol) nach innen

Schäubles Anti-Terror

Gefangene während des G8-Gipfels in Heiligendamm

 

 

 

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02.12.2007