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Ich finde
Marktwirtschaft unsinnig: Damit das Vermögen einer Familie von Superreichen Die Reichen werden deswegen nicht mehr oder besser essen oder wohnen.
Das ist sowieso schon seit ihrer Geburt auf´s Feinste geregelt – aber die
Familien der Arbeiter werden zunächst mit der Hälfte des Geldes auskommen
müssen – der Urlaub findet dann auf dem Balkon statt - und nach einem Jahr
werden sie RICHTIG ARM. Also: Viele werden viel ärmer
gemacht, Das ist doch
Quatsch! |
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Ein kommunistisch inspiriertes
Zerrbild! |
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Ich rede vom Stellenabbau-Programm bei BMW
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Anmerkungen
zum
Stellenabbau-Programm bei BMW
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Die Presse meldet |
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Getrübte Freude … Bei BMW sinken die Gewinnmargen wegen des starken Euro,
der steigenden Rohstoffkosten und hoher Rabatte auf wichtigen Absatzmärkten. Wie soll der Vorstand seinen Großaktionär, die Familie
Quandt zufrieden stellen? FAZ 08.09.2007 |
Die Rendite, das Verhältnis von
Profit zu eingesetztem Kapital, sinkt aus verschiedenen Gründen. Die Familie Quandt ist
unzufrieden, weil sie im Jahr 2006 durch ihre BMW-Fabriken nur um 2.870.000.000 Euro reicher geworden ist. |
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Vorweihnachtliche Hiobsbotschaft Die BMW-Spitze begründet den „Wir können nicht so weitermachen wie bisher“, hatte der
BMW-Vorstandsvorsitzende Reithofer vor drei Monaten … betont. … jetzt sei …
die Wettbewerbsposition in Gefahr geraten – auch weil sich die
Rendite-Kennzahlen verschlechterten. BMW wolle „mit dem Personaltableau von
heute“ mehr Aufgaben erledigen. Im Klartext bedeutet dies weitere
Rationalisierung. Auf 10 % wird der Produktivitätsfortschritt in diesem Jahr
beziffert, für 2008 werden weitere 5 % anvisiert. WK 22.12.2007 |
Der neue Manager sagt, dass sich
etwas ändern MUSS: Am Freitag vor dem
Weihnachtswochenende 2007 verrät er, was: Dieselben Leute |
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Werk München: In Milbertshofen sind die
Mitarbeiter überrascht: „Zeitarbeiter sind dazu da, ein
Unternehmen flexibel zu machen - und von dieser Flexibilität machen wir jetzt Gebrauch",
erklärte BMW-Sprecher Michael Rebstock. Der Grund sei ein
„Produktivitätsfortschritt von zehn Prozent der heuer im Werk erzielt worden
sei. „Unser erklärtes Ziel ist es, jedes
Jahr um fünf Prozent besser zu werden", sagte Rebstock. Im Klartext
heißt das: Es werden künftig weniger Mitarbeiter
gebraucht, um die gleiche Zahl von Autos zu produzieren.... Manche sind schon durch das Radio oder einen Blick ins Internet
über den Stellenabbau informiert - und wollen dazu lieber nichts sagen. Andere
können sich Streichungen bei BMW gar nicht vorstellen. „Das stimmt sicher
nicht", sagt eine Mitarbeiterin, „vor zwei
Wochen war doch erst Betriebsversammlung,
und da war das kein Thema." Zwei Mitarbeiter aus dem Presswerk
beteuern, dass sie sich „keine Sorgen“ um ihre Arbeitsplätze machen: “Unsere
Abteilung ist schon sehr schlank geworden.“ Regensburgs Oberbürgermeister: „In mir schlagen zwei Herzen. ... Ich bin daran interessiert, dass
sich dieses Werk auf Dauer behauptet, andererseits
will ich aber möglichst viele Arbeitsplätze.“ SZ 22./23.12.2007 |
Herr Rebstock
spricht Klartext, Weil die Mitarbeiter von Geschäftsleitung
und Betriebsrat so informiert worden sind, dass sie sich nicht beunruhigen, vor allem aber, weil sie „Optimismus“ entwickelt haben, ohne den man in
dieser Welt nicht leben kann, glauben
sie einfach nicht, Der OB weiß wohl, dass
„möglichst viele Arbeitsplätze“ im Widerspruch
zur Durchsetzung in der Konkurrenz stehen. Deswegen bemüht er |
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BMW streicht 8000 Arbeitsplätze Der Münchner Autohersteller will die Kosten senken. Vom Stellenabbau sind wohl vor allem Zeitarbeitskräfte im Werk Leipzig betroffen. Die Gewerkschaft IG Metall reagiert gelassen, die BMW-Aktie steigt. Die IG Metall reagierte am Freitag gelassen auf den geplanten Stellenabbau von BMW „Die Tatsache
hat uns nicht überrascht, aber die Höhe", sagte ein Sprecher der IG
Metall Bayern. „Wir hatten eine Zahl von 3000 bis 5000 erwartet." Schon im Mai habe das Unternehmen in einer
Aufsichtsratssitzung die Pläne angekündigt. Anfang Dezember seien sie
konkretisiert worden. FAZ 22.12.2007 |
Die Gewerkschaft reagiert gelassen, Klar, wenn die IG Metall |
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BMW verzichtet auf 5000
Zeitarbeiter Die Kosten steigen, die Rendite sinkt: Reithofer will mit seiner - „Number One" genannten -
Strategie bis zum Jahr 2012 die Umsatzrendite von zuletzt unter 6 Prozent
auf 10 bis 12 Prozent anheben; das ist das Niveau, das Wettbewerber MercedesBenz
im abgelaufenen Geschäftsjahr schon erreicht hat. Insgesamt will Reithofer
... 6 Milliarden Euro einsparen, den Großteil von 4 Milliarden Euro ... bei
der Materialbeschaffung und bei Produktion und Entwicklung. Die IG Metall Bayern kritisierte
die Pläne als „kurzfristiges Renditedenken", das die Beschäftigten
verunsichere. Nur Personal abbauen zu wollen sei noch kein tragfähiges
Konzept für die Zukunft, sagte IGMetall-Bezirksleiter Werner Neugebauer. Der
Vorsitzende des BMW-Gesamtbetriebsrates, Manfred
Schoch, forderte die Beschäftigten auf, sich genau zu überlegen, ob sie
einen Aufhebungsvertrag unterschreiben. Schoch verwies auf die vereinbarte
Beschäftigungssicherung, welche die
Arbeitsplätze bei BMW für die nächsten sieben Jahre sichere. FAZ 28.02.2008 |
Im Februar ist Die Geschäftsleitung kennt die
verschiedenen Gründe für den Renditeverfall – sie wird ALLES MÖGLICHE
versuchen, Gut das Manfred
Schoch die Beschäftigten aufgefordert hat, sich genau zu überlegen, ob sie einen Aufhebungsvertrag unterschreiben. Was
täten sie bloß ohne diesen guten Rat? Und noch besser,
dass er auf die vereinbarte Beschäftigungssicherung hinweist – bei einer Personalreduzierung von 8100
Leuten könnte man die sonst vielleicht nicht bemerken. |
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Die Presse kommentiert |
Grundsätzlich verstehen die
Redakteure, dass etwas passieren MUSS. |
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Der Jobabbau ... ist nicht so dramatisch, wie er sich zunächst anhört:
Der größte Teil soll Zeitarbeitsnehmer betreffen ....Dass BMW nichts
verdienen würde, kann niemand behaupten. 2,87
Milliarden Euro Überschuss (nach Steuern) waren es 2006. Aber das ist zu wenig, Daimler eilt dem
Erzrivalen .... voraus. Das können Vorstände einer börsennotierten AG in dem
grossen Hamsterrad, das wir Wirtschaft
nennen, nun einmal nicht ignorieren. Deshalb muss
aus den BMW-Fabriken bei weniger Personal mehr herausgeholt werden. WK 22.12.2007 |
Es ist ja gar nicht so schlimm,
es sind ja nur Zeitarbeiter, die sofort woanders arbeiten gehen können. Was?
Wo sollen denn über Nacht 8100 neue Arbeitsplätze herkommen? 2,87 Milliarden
Euro Überschuss sind zu
wenig, ... Deshalb
MUSS aus dem BMW-Personal mehr herausgeholt werden |
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Tatsächlich ist BMW in punkto Umsatzrendite vom Erzrivalen
Daimler-Benz überholt worden. Noch schlimmer: Der schwache Dollar, die
gestiegenen Rohstoff- und Materialkosten, ein zunehmend härterer Wettbewerb
auf vielen Märkten und rigide Klimaschutzvorgaben machen es BMW immer
schwieriger, überhaupt noch mehr Autos zu
verkaufen. Am Ende ist BMW also – genau wie Siemens - zum Sparen gezwungen. FAZ 28.02.2008 |
Dass der
BMW-Absatz sich in den letzten Jahren SEHR positiv entwickelt hat, ficht
diesen Kommentator nicht an. Es geht nicht
darum „überhaupt noch mehr“ Autos zu verkaufen, sondern um „überhaupt noch
mehr“ Geld zu verdienen. |
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In
keinem dieser Unternehmen (BMW, Siemens, Henkel) kann von einer echten Krise
die Rede sein, die einen schmerzhaften Umbau erforderte. Vielmehr geht es um
eine noch höhere Rendite, die die Manager als Getriebene der Finanzmärkte
erwirtschaften müssen. ... Die
Arbeitnehmer müssen lernen, dass es (wegen
des Interesses an höherer Rendite) immer weniger Sicherheit für sie gibt –
selbst ein Rekordgewinn ist keine Jobgarantie mehr". TAGESSPIEGEL Berlin 28.02.2008 |
So kommt der Aufschwung bei den
Leuten an: |
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BMW muss
also reagieren, will der Konzern seine Führungsposition nicht gefährden. Und
dies ist wichtig, damit die verbleibenden Arbeitsplätze langfristig gesichert
werden. Die Welt, 22.12.2007 |
Ah ja, Entlassungen zur
Sicherung der Arbeitsplätze. Zur Sicherung |
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Die IG
Metall gibt sich gelassen und heult nicht auf, dass der Speck bei BMW weg
muss. Denn die Gewerkschafter wissen auch: Wer nicht rechtzeitig die Weichen
für die Zukunft stellt, den bestraft der Markt. Und Umstrukturierungen nimmt
man klugerweise dann vor, wenn es dem Unternehmen gut geht, und nicht, wenn
die Schieflage schon eingetreten ist. LÜBECKER NACHRICHTEN 22.12.2007 |
Der Speck MUSS weg! |
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Die
Manager, denen die Autos jahrzehntelang in der ganzen Welt praktisch aus der Hand
gerissen wurden, haben sich nicht genug um die Rationalisierung der Werke
gekümmert. Sie glaubten, das beste und flexibelste Fabrik-System der Welt zu
besitzen. Sie ruhten sich auf den Lorbeeren aus, die sie in der Vergangenheit
einheimsten. Die Welt, 22.12.2007
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Sachlage egal: Das Management
hat geschlafen, 10 % Produktivitätsgewinn im letzten Jahr waren doch bei
weitem nicht genug – immer nur auf Lorbeeren ausruhen .... |
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Das
Personal muss wie bei anderen deutschen Autobauern für die Rendite bluten.
Weil es wohl vor allem Leiharbeiter trifft, dürfte das Beispiel BMW auch die
Debatte um diese Form der Beschäftigung anheizen. Denn sie dienen offenkundig
als kostenlose Manövriermasse beim Stellenabbau, obwohl sie in vielen Fällen
seit Jahren die gleiche Arbeit verrichten wie BMW-Stammkräfte. BADISCHE ZEITUNG 22.12.2007 |
Das Personal muss wie bei
anderen deutschen Autobauern Maschinenbauern Telefonbauern Chemiebauern
Kohleabbauern usw. usf. für die Rendite bluten. Da muss man wirklich mal über
Zeitarbeit diskutieren – ausgewogen, versteht sich. |
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Mich deucht, die junge Frau hat
recht .... |
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Das ist mir ja klar, aber was soll man denn jetzt machen ? |
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Na, ja, da gibt es verschiedene
Möglichkeiten: |
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Das seh ich mir an, dann sehen wir weiter .... |
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Das BMW nur nachmacht, was die
Konkurrenz vorgemacht hat, Kapital und Arbeit heute |
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11.03.2008