Nordweststaat

Der Begriff "Nordstaat" wurde, in der alten Bundesrepublik (bis 1990), für einen möglichen Zusammenschluß der Bundesländer Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein verwendet. Grundlage waren hierfür politische Diskussionen über eine Neuordnung der Bundesländer, da schon damals Ungleichgewichte in der wirtschaftlichen Entwicklung der BRD bestanden (Bsp: Bremen/ Saarland). Mit der Wiedervereinigung 1990 ist eine Neudefinition des Begriffes "Nordstaat" notwendig geworden, da auch Mecklenburg- Vorpommern ein norddeutsches Bundesland ist. In den Folgejahren wurde "Nordstaat" um die Begriffe "Nordweststaat" und "Nordoststaat" ergänzt, es ergeben sich daraus fünf Varianten:

  1. Nordstaat 1: Zusammenschluss der Bundesländer Niedersachsen, Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern.
  2. Nordstaat 2: Fusion von Hamburg, Schleswig- Holstein und Mecklenburg- Vorpommern
  3. Nordweststaat 1: Zusammenschluss der Bundesländer Niedersachsen, Bremen, Hamburg und Schleswig- Holstein (früher: "Nordstaat")
  4. Nordweststaat 2: Eingliederung des Bundeslandes Bremen in Niedersachsen
  5. Nordoststaat: Vereinigung Mecklenburg- Vorpommern mit Berlin und Brandenburg

Die Varianten Nordweststaat 1 + 2 dominieren dabei die Überlegungen zur Neugliederung Norddeutschlands. Eine Vereinigung der vier alten, norddeutschen Bundesländer zu einem Bundesland "Nordweststaat 1" hätte ein neues, wirtschaftspolitisches Schwergewicht im Bundesländervergleich zur Folge. Nordweststaat 1 wäre mit 13,29 Mio. Einwohnern (EW) und einer Fläche von 64542 km² den Ländern Nordrhein- Westfalen und Bayern ebenbürtig. (NRW: 18,07 Mio.EW/ 34084 km² . Bayern: 12,44 Mio.EW/ 70549 km²)

Neben der wirtschaftlichen Bedeutung eines Nordstaates ergeben sich weitere Vorteile. Politische Einflussmöglichkeiten werden auf Bundesebene einheitlich vorgetragen und damit vergrössert, da nur noch eine statt vier Landesregierungen vertreten ist. Durch Verringerung auf nur noch eine Landesregierung sinken dabei die adminstrativen Kosten der Landesführung, eine einheitliche Landesplanung wird ebenfalls dadurch erleichtert.

Eine Vereinigung der Bundesländer ist jedoch nur mit Zustimmung der Mehrheit der jeweiligen Bevölkerung des Bundeslandes möglich (Volksabstimmung).

Aufgrund hoher Anforderungen an Volksabstimmungen sowie Widerstand politischer Entscheidungsträger, ist eine Realisierung eines Nordweststaates schwierig. Häufig ist Lokalpatriotismus und Kleinstaaterei bevorzugter politischer Aktionsraum, der einer Vereinigung von Bundesländern entgegensteht. Insbesondere im völlig verschuldeten Bundesland Bremen ( 14 Mrd.Euro Schulden, tägliche Neuverschuldung: 2,86 Mio.Euro (!) lt. Bund der Steuerzahler) ist der amtierenden SPD- Regierung unter Bürgermeister Böhrnsen jeglicher Realitätssinn abhanden gekommen. Durch den Länderfinanzausgleich wird die Geldverschwendung der SPD- Regierung trotzdem dauerhaft alimentiert, auch wenn diese einen volkswirtschaftlichen Gesamtschaden für die Bundesrepublik Deutschland bedeutet.

Im ersten Schritt ist daher ein "Unselbständiges Bundesland Bremen", welches in Niedersachsen integriert werden soll, Ziel von "Nordweststaat.de".

MA Geograph Frank Rath
28717 Bremen
Kontakt: Nordweststaat@nord-com.net