Vorraussetzung für eine effiziente
Dekubitusbehandlung ist:
- Aufstellen eines Pflegestandards zur
Prophylaxe/Behandlung des Dekubitus
- kontinuierliche Dokumentation des Wundzustandes
in der Pflegedokumentation
Auswirkung des Dekubitus auf den Gesamtzustand
des Patienten
- Kräfteverlust durch Eiweißverlust
- Schmerzen
- psychische Fixierung des Patienten auf die
Wunde
- demotivierte Grundhaltung nach Auftreten eines
Dekubitus
Behandlungsprinzipien
- konsequente, lokale Druckentlastung
- Wundreinigung und umgehende Nekroseentfernung
- konsequente, phasengerechte feuchte
Wundbehandlung
- möglichst Ursachen und Risikofaktoren
beseitigen
Druckentlastung
- Mobilisation
- regelmäßiges Umlagern
- Weichlagerungs- und Wechseldruckmatratzen
druckentlastende Sitzkissen
Wundreinigung
- keine Anwendung von Lokaldesinfektionsmittel
diese üben häufig eine toxische Wirkung auf das Granulationsgewebe der
Wunde aus
können die körpereigene Abwehrfunktion schwächen
- bei bestehender Wundinfektion Einleiten einer
Antibiotikatherapie
- Spülen der Wunde bei jedem Verbandwechsel mit
Ringer-Lsg.
- bei Bedarf enzymatische Wundbehandlung
- Nekrosenabtragung nach ausreichender
Demarkierung
phasengerechte feuchte Wundbehandlung
Damit die Wundheilungsphasen optimal unterstützt
werden, muss die Wunde ständig feucht gehalten werden.
- schafft ein physiologisches Mikroklima
- unterstützt die Wundreinigung
- vermeidet Schorfbildung
- fördert den Granulationsaufbau
- wirkt schmerzlindernd
- ermöglicht einen atraumatischen Verbandwechsel
Ursachen und Risikofaktoren beseitigen
- ausgewogene, eiweißreiche Ernährung
- ausgeglichener Flüssigkeitshaushalt
- Behandlung von Begleiterkrankungen
Diabetes mellitus, Anämie, Hypotonie
- Ausgleich eines evt. bestehenden Zinkmangels
- besteht Fieber, die Ursache beseitigen
- Verbesserung der Immunabwehr
- psychische Betreuung des Patienten
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