1. Vorgeschichte der Empfehlung
Auf dieser Seite habe ich die alten Seiten zusammengefasst, die die
Überlegungen enthalten, die zur vorliegenden Empfehlung führten.
Ich hätte die Seiten auch löschen können, habe aber gerade
vergessen, wo die del-Taste ist...
Damit hier keine Verwechselungen auftreten: Dies
existiert nur noch aus historischen Gründen.
zurück zur Einfahrsignal-Seite
a) Anforderungen
Ich gehe für die Erstellung dieser Empfehlung von folgenden Fakten aus:
- Wir wollen eine Empfehlung für jede mögliche
Betriebssituation eines Einfahrsignals. (Es muß
sie natürlich nicht jeder benutzen, aber wir
sollten keine Betriebssituation unberücksichtigt
lassen, nur weil sie auf 80% der Modulen nicht benutzt
wird.)
- In jedem Falle wird mindestens ein Hauptsignal mit zwei oder
drei Signalbildern angesteuert
- Es kann sich auch ein Vorsignal auf dem Einfahrsignalmodul
befinden, mit ebenfalls zwei oder drei Signalbildern.
- Die Signale werden mit Antrieben angetrieben, die über
zwei Anschlüsse betrieben werden können.
Es wird Gleichspannung verwendet,
die Polung entscheidet über eine von zwei möglichen
Schaltzuständen des Antriebs. Dreibegriffige Signale werden
mit zwei Antrieben betrieben.
Es existieren dafür zwei mögliche und verwendete
Verfahrensweisen, einen solchen Motor anzusteuern, beide
müssen unterstützt werden:
- Symmetrische Spannungsversorgung:
Ein Pol des Motors an Masse, der andere wird zwischen
positiver und negativer Versorgung geschaltet.
- Einfache Versorgung:
Motorspannung wird mittels zweier Umschalter umgepolt.
- Manche Signale werden mit Memory-Drähten gestellt (Martin
Balser baut einzelne Signalmodule!).
- Manche Signale werden mit Magnetspulenantrieben angetrieben
(z.B. von Viessmann)
- Auf manchen Modulen wird ein Indusi-Abschnitt hinter dem
Signal benutzt. Da dieser zwar für die Einfahrt vom
Signal geschaltet werden könnte, aber für die Ausfahrt
manuell überbrückt werden muß, muß
auch dieser berücksichtigt werden.
Bei DCC kann keine Diode für diesen Zweck verwendet werden!!!
- Manche Leute wollen, daß das Hauptsignal eine
Rückmeldung hat.
- Manche Bahnhöfe haben einen Tastensatz für die
Strecke vor dem Signal.
- Für Bahnhöfe, die Fahrstraßen in
Stumpfgleise vorsehen, wird eine klappbare Zs3-Tafel
für die Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30km/h
benötigt.
- Unterschiedliche Leute benutzen bisher unterschiedliche
Spannungen. Ein Signalmotor funktioniert aber nur in einem
bestimmten Spannungsbereich zufriedenstellend.
- Da Einfahrvorsignale eigentlich wichtiger sind, als
Ausfahrvorsignale, sollten wir pro Einfahrsignalmodul auch
eine zweite Buchse für den evtl. Anschluß eines
Vorsignalmoduls vorsehen.
- Einige Leute möchten ein Ersatzsignal schalten können
(ich freue mich darauf :-)
- Für HO-P-Elektrik wird eine Blindleitung zum Nachbarbahnhof
verlegt.
- Falls an Stelle eines Einfahrsignalmoduls ein Abzweig verwendet
wird, sollte eine Weiche mitberücksichtigt werden.
- Die Empfehlung muß einfach zu verstehen sein und muß es
erlauben, daß Leute, die keinen Schnickschnack wie ein
Ersatzsignal berücksichtigen wollen, auch keine zusätzliche
Arbeit damit haben.
- Jedes Signalmodul muß mit jedem Bahnhof zusammen funktionieren
- egal welche Features vom Signalmodul angeboten werden bzw. welche
Features der Bahnhof ansteuern kann.
b) Notwendige Leitungen
Aus den Anforderungen ergeben sich folgende notwendige Adernpaare:
- Antrieb oberer Flügel
- Antrieb unterer Flügel
- Rückmeldung des oberen Flügels. Wer eine getrennte
Rückmeldung für Hp1 und Hp2 haben will, begründe dies!
- Antrieb Vr 1 (Scheibe)
- Antrieb Vr 2 (Flügel)
- Weichenmotor für Abzweig
- Rückmeldung Weiche
- Motor klappbare Zs3-Tafel
- Ersatzsignal
- Indusiabschnitt
- Strecke vor Signal (Muß abschaltbar sein, damit nicht zwei
Bahnhöfe die selbe Strecke versorgen.)
Achtung: Bei einem Abzweig kann diese Leitung nicht verwendet werden,
weil nicht beide Strecken parallel geschaltet werden sollten. In
diesem Fall müssen die Strecken von Blackboxen oder den
Bahnhöfen auf der anderen Seite versorgt werden.
Für alle elf Punkte werden aus folgenden Gründen
Adernpaare benütigt:
- Die Motoren
- Um nicht vorzuschreiben, wie genau die Motoren angesteuert
werden, müssen voneinander isolierte Adernpaare
verwendet werden. Falls die bis zu fünf Motoren
einen gemeinsamen Rückleiter hätten, ließen
sich zwar vier Adern sparen, aber die Motoren ließen
sich nur noch mit einer symmetrischen Versorgung schalten.
- Die Rückmeldungen
- Da nicht klar ist, was geschaltet wird (Fahrspannung oder
Schaltspannung), können die Leitungen auch keinen
gemeinsamen Rückleiter bekommen.
- Indusi/Strecke
- Galvanische Trennung von einander und vom Rest.
- Ersatzsignal
- Galvanische Trennung, das Fehlen eines offensichtilichen
Bezugspotentials.
c) Spannungen
Damit motorische Antriebe in der richtigen Geschwindigkeit laufen
und Antriebe ihre Mindestspannung bekommen,
muß die Empfehlung sich auch über Spannungen auslassen.
Folgende Antriebe werden benutzt und benötigen folgende Spannungen:
- Motoren
- brauchen eine BESTIMMTE Spannung, welche hängt aber vom
Motor und von der Justierung des Signals ab. Ich vermute mal,
daß es keine Motoren gibt, die mehr als 12V brauchen.
- Viessmann-Signale
- sind sehr flexibel, brauchen aber MINDESTENS 12V (Herr Viessmann
sagte mir in Dortmund, daß die Signale mit 12V getestet
werden). Wenn noch eine Diode in der Leitung ist, um je nach
Polung die richtige Spule anzusteuern, brauchen wir mindestens 12,6V
- Memory-Draht
- braucht eine exakt geregelte Spannung, da sonst die Lebensdauer
ein Problem wird. Martin Balser betreibt seine mit 1V/100mA. Da also
in Signalmodulen mit Memory-Dräten eh eine spezielle Regelung
existieren MUSS, sind Memory-Dräte auch unproblematisch.
- Lichtsignale
- sind unkritisch, da sie mit LEDs arbeiten - die Vorwiderstände
könnten wir ggf. austauschen, wenn wir ein Spannungsproblem haben.
Folgende Trafos habe ich bisher beim FREMO gesehen:
normale Modellbahntrafos mit 14 bzw. 16V Wechselspannung - die stellen
kein Problem da.
Trafos mit 12V Wechselspannung. Daraus kann man schonmal nicht 15V
geregelte Gleichspannung machen, wie ich vorher vor hatte, es
festzulegen. :-(
Ladegeräte mit 13,8V geregelter Gleichspannung.
Folgerungen
Unter 12,6V können wir nicht gehen, da sonst die Viessmann-Signale
evtl. nicht in ihre Endstellungen laufen.
Über 13,8V können wir nicht gehen, wenn die Leute mit
den Ladegeräten mitspielen können sollen.
Autor dieser Seite: Stefan Bormann.
eMail: stefan.bormann@gmx.de