2. Die Empfehlung


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Stecker/Kabel

Verwendet wird der Centronics-Stecker, 24-polig. Am Signalmodul wird der unempfindlichere Teil sein, also die Buchse.
Leider sind Centronics-Steckverbindungen nur mit 1A belastbar. Trotzdem schlage ich vor, sie zu verwenden, weil wir eh nicht unter Last stecken und die Verbindung sicher kurzzeitig 3A für einen DCC-Kurzschluß aushält. Das Kabel wird vom Bahnhof gestellt, da nur der Bahnhofserbauer weiß, wie lang das Kabel sein muß.

Spannungen

Die Steuerspannungen (Leiterpaare 1/13, 2/14, 4/16, 5/17, 6/18, 8/20, 9/21) werden mit geglätteter Gleichspannung zwischen 15V und 24V betrieben. Die Polarität des Leiterpaars entscheidet über den Stellbefehl. Das heißt, daß alle Signale mit 15V noch funktionieren müssen.
Da das Leiterpaar 1/13 Pflicht ist, kann sich ein Signalmodul aus diesem Leiterpaar eine eigene Spannungsversorgung generieren.
Für den Fall, dass ein Bahnhof eine Abzweigweiche mangels Schalter nicht stellen kann, wird ein zusätzlicher Schaltkasten für die Weiche benötigt, dieser muß vom Abzweigmodul gestellt werden.

Steckerbelegung

Pin A bzw. Pin B sind die Pin-Nummern des Steckers. DIN A bzw. DIN B sind die Färbung der Leitungen nach DIN 47100. Die Grundstellung ist der Zustand des Antriebs, der erreicht wird, wenn Pin A auf positivem und Pin B auf negativem Potential liegt.
Pin A DIN A Pin B DIN B Verwendung Grundstellung
1 ws 13 bn Antrieb des oberen Flügels Flügel waagerecht
2 gn 14 ge Antrieb des unteren Flügels Flügel senkrecht
3 gr 15 rs Rückmeldung des oberen Flügels
4 bl 16 rt Antrieb Vorsignalscheibe senkrecht, sichtbar
5 sw 17 vi Antrieb Vorsignalflügel senkrecht
6 gr/rs 18 rt/bl Antrieb Weiche rechter Weg
7 ws/gn 19 bl/gn Rückmeldung Weiche
8 ws/ge 20 ge/bn Antrieb klappbare Zs3-Tafel keine Geschwindigkeitsbegrenzung
9 ws/gr 21 gr/bn Ersatzsignal aus
10 ws/rs 22 rs/bn Indusiabschnitt
11 ws/bl 23 bn/bl reserviert (war: Strecke vor Signal)
12 ws/rt 24 bn/rt frei
ws=weiß; bn=braun; gn=grün; ge=gelb; gr=grau rs=rosa; bl=blau; rt=rot; sw=schwarz; vi=violett
Bei den Farbkombinatonen sind auf der Isolierung in der ersten Farbe Ringe in der zweiten Farbe aufgebracht.

Verdrahtung

Wichtige Verdrahtungshinweise zu den einzelnen Leiterpaaren:
  1. Antrieb des oberen Flügels (1/13):
    Dieses Leiterpaar muß immer vom Bahnhof mit Spannung versorgt werden. Es muß signalmodulseitig galvanisch getrennt sein von allen Leiterpaaren außer der Rückmeldung (3/15). Ein Signal mit gekoppelten Flügeln benutzt dieses Leiterpaar zur Ansteuerung!
  2. Antrieb des unteren Flügels (2/14):
    Dieses Leiterpaar muß immer vom Bahnhof mit Spannung versorgt werden. Es muß signalmodulseitig galvanisch getrennt sein von allen Leiterpaaren. Bahnhöfe, die nur einflügelige Signale ansteuern wollen, setzen dieses Leiterpaar auf konstante positive Spannung, damit ein zweiflügeliges Signal in Grundstellung laufen kann.
  3. Rückmeldung des oberen Flügels (3/15):
    Dieses Leiterpaar muß bahnhofsseitig galvanisch getrennt werden von allen anderen Leiterpaaren. Folgende Zustände sind erlaubt: Wer in seinem Signalmodul zu faul ist, eine Rückmeldung einzubauen, kann sie faken, indem die Rückmeldeleitungen (3/15) mit den Steuerleitungen (1/13) kurzgeschlossen werden. Ich gebe diese Möglichkeit nur an, damit sichergestellt ist, daß wir eine Rückmeldung haben, auch wenn sie nicht unbedingt echt ist.
  4. Antrieb Vorsignalscheibe (4/16):
    Dieses Leiterpaar muß immer vom Bahnhof mit Spannung versorgt werden. Es muß signalmodulseitig galvanisch getrennt sein von allen Leiterpaaren. Bahnhöfe, die keine Ausfahrvorsignale ansteuern wollen, setzen dieses Leiterpaar auf konstante positive Spannung, damit ein Vorsignal in Grundstellung Vr0 laufen kann.
  5. Antrieb des Vorsignalflügels (5/17):
    Dieses Leiterpaar muß immer vom Bahnhof mit Spannung versorgt werden. Es muß signalmodulseitig galvanisch getrennt sein von allen Leiterpaaren. Bahnhöfe, die nur flügellose Vorsignale oder garkeine Vorsignale ansteuern wollen, setzen dieses Leiterpaar auf konstante positive Spannung, damit ein Vorsignalflügel in Grundstellung laufen kann.
  6. Antrieb Weiche (6/18): Dieses Leiterpaar muß immer vom Bahnhof mit Spannung versorgt werden. Es muß signalmodulseitig galvanisch getrennt sein von allen Leiterpaaren außer der Rückmeldung (7/19). Bahnhöfe, die keinen Schalter für eine Abzweigsweiche haben, legen dieses Leiterpaar auf konstante positive Spannung. Diese kann dann von einem zusätzlichen Weichenschalterkästchen als Versorgungsspannung benutzt werden.
  7. Weichenrückmeldung (7/19):
    Dieses Leiterpaar muß bahnhofsseitig galvanisch getrennt werden von allen anderen Leiterpaaren außer (6/18). Folgende Zustände sind erlaubt: Wer in seinem Abzweigmodul zu faul ist, eine Rückmeldung einzubauen, kann sie faken, indem die Rückmeldeleitungen (7/19) mit den Steuerleitungen (6/18) kurzgeschlossen werden. Ich gebe diese Möglichkeit nur an, damit sichergestellt ist, daß wir eine Rückmeldung haben, auch wenn sie nicht unbedingt echt ist.
  8. Antrieb klappbare Zs3-Tafel (8/20):
    Dieses Leiterpaar muß immer vom Bahnhof mit Spannung versorgt werden. Es muß Signalmodulseitig galvanisch getrennt sein von allen Leiterpaaren. Bahnhöfe, die keine Zs3-Tafel ansteuern wollen, legen dieses Leiterpaar auf konstante positive Spannung, damit die Tafel in Grundstellung fahren kann.
  9. Ersatzsignal (9/21):
    Es muß signalmodulseitig galvanisch getrennt sein von allen Leiterpaaren. Da es Ersatzsignale nur als Lichtsignal gibt, kann bei abgeschaltetem oder nie angesteuertes Ersatzsignal dieses Leiterpaar offen bleiben. Negative Spannung bei eingeschaltetem Ersatzsignal!
  10. Indusiabschnitt (10/22):
    Dieses Leiterpaar muß bahnhofsseitig an die gleichen Leitungen wie das Gleis zwischen dem Signal und dem Bahnhofskopf angeschlossen werden. Optional kann hier ein Schalter o.ä. zwischengeschaltet werden, der die Indusifunktion ausführt, wenn keine Einfahr- oder Ausfahrstraße eingestellt ist. Am Signalmodul wird, wenn das Signalmodul eine Trennstelle enthält, das Leiterpaar direkt an das Gleis hinter dem Signal (also in Richtung Bf) angeschlossen. Wenn es keine Trennstelle auf dem Signalmodul gibt, wird das Leiterpaar nicht angeschlossen.
  11. reserviert (11/23):
    war: Strecke vor Signal (gestrichen 23.3.0, da bei Digital irrelevant und bei analog nie implementiert worden). Leiterpaar bleibt auf beiden Seiten offen!
  12. freies Leiterpaar (12/24):
    Dieses Leiterpaar ist noch nicht verplant und muß auf beiden Seiten offen gelassen werden.

Schaltpläne

Ein paar Ideen: Hier werde ich demnächst mal ein paar mehr Zeichnungen einfügen.
Autor dieser Seite: Stefan Bormann.
eMail: stefan.bormann@gmx.de