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Außer der Sonne mit ihren acht Planeten und deren über hundert Monden, umgeben uns noch andere Objekte und Strukturen. Diese sind Ansammlungen von Körpern, die gebunden durch die Gravitation, ebenfalls Teil dessen sind, was wir als unser Sonnensystem bezeichnen. Diese Strukturen befinden sich in greifbarer Nähe, wie der Asteroiden-Gürtel, der schon des öfteren von Raumsonden durchquert wurde, oder vorerst unerreichbar weit draußen im Raum, wie die Oortsche Wolke, die bisher von keinem Späher der Menschheit erreicht wurde.

Der Asteroiden-Gürtel ist eine Ansammlung von Objekten, tausende sind erkannt und benannt worden, die die Sonne in einer Entfernung von 2 bis 4 AE umrunden. Er liegt als Band von über 100 Millionen Kilometern Breite und Millionen Kilometern Dicke zwischen Mars und Jupiter. Die Zahl der Steinbrocken, die hier die Sonne umkreisen, dürften in die Millionen gehen. Rund 40.000 von ihnen haben Durchmesser von mindestens einigen hundert Metern, der bekannteste ist Ceres mit 1023 km Durchmesser. Die geschätzte Gesamtmasse aller Asteroiden beträgt etwa 1/30 der Masse des Erdmondes, und sie umkreisen die Sonne mit Umlaufzeiten von 3 bis 6 Jahren. Der Asteroiden-Gürtel ist aber kein homogenes Gebilde, er wird durchzogen von leeren Bereichen, den Kirkwood-Lücken, welche Bahnen entsprechen, auf denen sich kein Objekt bewegen kann, ohne auf Jupiter zuzustürzen. Bereiche also, die im Laufe der Jahrmillionen durch die Gravitation des Gasriesen leergefegt wurden.
Entgegen mancher Behauptung stellt der Asteroiden-Gürtel kaum eine Gefahr für die Raumsonden der Menschheit dar; bei seiner riesigen Ausdehnung kann ihn eine Sonde, trotz der vielen großen und kleinen Körper, durchqueren, ohne einen Asteroiden zu Gesicht zu bekommen.

Der Kuiper-Gürtel ist ebenfalls eine Ansammlung von Körpern unterschiedlicher Größe, und ist wie ein Band in 30 bis 100 AE Distanz um die Sonne gelegt. Etwa ein Dutzend große Kuiper-Gürtel-Objekte (KBO) sind bekannt. Eris (ehemals 2003 UB313) mit 2500 km Durchmesser und einer großen Bahnachse von 67 AE, Sedna mit 1700 km und einer großen Bahnachse von 900 AE, sowie Quaoar mit 1250 km und einer großen Bahnachse von 43 AE stellen die z. Zt. größten Vertreter, weitere 100.000 mit Durchmessern von über 100 Kilometern werden vermutet. Weitere 550 Trans-Neptun-Objekte, mit möglicherweise noch größeren Durchmessern, dürften ebenfalls dazugehören. Der Kuiper-Gürtel ist ein Rest des solaren Urnebels und die Quelle aller kurz-periodischen Kometen. Durch die Gravitation der großen Planeten, speziell Neptun, werden von hier Objekte nach außen oder ins Sonnensystem geschleudert.
Pluto ist seit der neuen Planetendefinition der IAU (International Astronomical Union) vom August 2006 kein Planet mehr, sondern das größte bisher bekannte Kuiper-Gürtel-Objekt. Er wird zusammen mit Ceres und Eris künftig als ‘Zwergplanet’ bezeichnet, weitere werden hinzukommen.

Die Oortsche Wolke ist, im Gegensatz zu den vorgenannten Strukturen, kein Band, sondern eine sphärische Anordnung, die sich in einer Distanz von etwa 30.000 AE bis 1 Lichtjahr um das Sonnensystem legt. Weder ihre Ausdehnung noch ihre Masse sind heute bekannt. Gemäß gängigster Theorie ist sie die Quelle aller lang-periodischen Kometen, die von dort in das Sonnensystem stürzen, möglicherweise ausgelöst durch Bewegungen anderer Sterne. Vermutlich besteht sie aus Objekten, die bei der Bildung des Sonnensystems weggeschleudert wurden, der Gravitation der Sonne aber nicht wirklich entkamen. Da sich dort draußen seit Entstehung des Sonnensystems nur wenig verändert haben dürfte, sind die dort vorhandenen Körper noch in ihrem Urzustand.

Auch hält das Sonnensystem in den verschiedensten Entfernungen noch Planetoiden bereit, die auf irregulären Bahnen durch das System ziehen, und gelegentlich als Erdnahe-Objekte (NEO) für Aufsehen sorgen, da sie als potentielle Einschlagskandidaten gelten.
Weiter gibt es, ebenfalls in diversen Distanzen, die Staub- und Trümmerwolken der, von der Schwerkraft der Sonne und der großen Planeten in Mitleidenschaft gezogenen, Kometen. Sichtbar werden sie für uns, wenn sie auf der Bahn der Erde liegen und diese sie im Jahresverlauf durchquert, als manchmal spektakuläre Sternschnuppenschauer.

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Position von Asteroiden-Gürtel, Kuiper-Gürtel und Oortscher Wolke im Sonnensystem

-Abstände/Größen nicht maßstabsgerecht-