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Getestet mit Internet Explorer/Opera + 1024x786 + 16 Bit Farbe - Aktualisiert 01.05.2008 |

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© 2002 U.Pfeiffer |
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Uwe Pfeiffer |
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Astronomische Gedanken |
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Eine elektromagnetische Welle rast mit Lichtgeschwindigkeit durch das All; in den über dreißig Jahren die sie jetzt schon auf dem Weg ist, hat sie der Tiefe Raum kaum beeinträchtigt. Aber sie ist jetzt auch mehr als dreißig Lichtjahre von ihrem Ursprung entfernt und ihre Front ist breiter geworden, wie der Lichtkegel einer Lampe. Auf ihrem noch zehntausende Jahre währenden Weg wird das interstellare Medium sie schwächen und verändern, dennoch wird sie nicht enden. Irgendwann wird sie ihr Ziel erreichen und vielleicht von jemandem bemerkt. Denn es ist keine normale Welle, die sich hier durch den Raum bewegt, es ist ein Signal, gesendet von der Erde und mit einer Botschaft für jeden, der vielleicht dort draußen ist. |
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1974 wurde mittels des Arecibo Radioteleskops auf Puerto Rico eine erste, dreiminütige Botschaft in Richtung des Kugelsternhaufens M13 gesendet. Dieser Sternhaufen besteht aus etwa 300000 Sternen und ist 25000 Lichtjahre entfernt. Die Botschaft beinhaltet digital kodiert einige Informationen über die Menschheit, vom Zahlensystem bis zur DNS. Die Botschaft besteht aus 1679 Zeichen. |
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Sie enthält die Zahlen 1 bis 10 im Dualsystem, die atomaren Massezahlen der irdischen Elemente Wasserstoff, Kohlenstoff, Stickstoff, Sauerstoff und Phosphor, die Bausteine der Erbsubstanzen Desoxyribose, Thymin, Adenin, Phosphat, Guanin, Cytosin, die grafische Darstellung der Doppelhelix der DNS, die Menge der Bevölkerung der Erde, die Gestalt und Höhe eines Menschen, eine Skizze des Sonnensystems, die Form und den Durchmesser des Arecibo Teleskops. |
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Die Botschaft wurde mit einer Gesamtleistung von 500.000 Watt gesendet. Auf der speziellen Frequenz, die man verwendete strahlte das Arecibo-Signal in diesen drei Minuten heller als die Sonne. |
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Ein potentieller Empfänger müsste in diesem Signal die binären Werte 0 und 1 erkennen. Er sollte auch erkennen, dass 1679 das Produkt zweier Primzahlen ist. Ordnete er also die Nullen und Einsen in 73 Zeilen zu 23 Spalten an, so erhielte er das nebenstehende Bild. |
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Schon der Empfang des Signals dürfte nicht leicht sein. Eine mögliche Zivilisation in M13 müsste in 25.000 Jahren dort existieren und sie müsste zu diesem Zeitpunkt ein technisches Niveau erreicht haben, dass sie befähigt solche Signale zu empfangen. Zudem müsste sie, wie zur Zeit wir, den Willen aufbringen nach so etwas überhaupt zu suchen und dann exakt in den drei Minuten, in denen das Signal ankommt, auch ‘lauschen’. |
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Sollten diese Bedingungen alle zutreffen, dann hätte sie ein Signal vor sich, mit dem sie möglicherweise nichts anfangen kann. Dass die Botschaft ein binärer Code ist, auf Primzahlen basiert und in einer bestimmten Art und Weise angeordnet werden muss, mag einer mathematisch begabten Spezies noch gelingen. Jetzt aber hätte sie ein Bild vor sich, dass auf Wesen zugeschnitten ist, die körperlich und geistig wenigstens menschenähnlich sind. Für alle anderen ergäben weder die Zahlen, noch die Bilder einen Sinn. |
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Sollte die Botschaft tatsächlich empfangen und verstanden werden, dann würde man sicher eine Antwort formulieren. Und diese Antwort wäre garantiert stark genug um anzukommen und definitiv für uns verständlich, denn der Sender kannte jetzt den Empfänger und das Niveau auf dem er sich bewegt. Allerdings, sie wird uns erst in 50.000 Jahren erreichen. |
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Weitere Botschaften wurden inzwischen gesandt. Viele werden jetzt sagen, dass das ziemlich sinnlose Aktionen waren. Mag sein, aber unsere Möglichkeiten mit anderen in Kontakt zu treten sind dank der gewaltigen räumlichen und zeitlichen Dimension des Universums eben eingeschränkt. Und so nutzen wir die technische Fähigkeit, Signale zu senden, Signale zu empfangen, Sonden mit Plaketten und Video- oder Audiobotschaften zu versehen; alles nur ziemlich schwache Versuche, aber die einzigen die wir machen können. Eine der interessantesten Fragen ist eben die, ob außer uns noch andere existieren. |
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Vielleicht lauscht ja tatsächlich jemand in den entscheidenden Momenten. Selbst wenn er mit der Botschaft selbst nichts anfangen kann, würde er möglicherweise erkennen, dass es noch andere gibt. Und so wäre diese Frage, auch wenn wir es nie erfahren, wenigstens für ihn beantwortet. |

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LEBEN |
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Signale I |