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 Imkerverein Bremen-Blumenthal
von 1887 e.V.

1887 im Februar treffen sich nach einem Aufruf in der "Norddeutschen Volkszeitung" 11 Imker im Gloisteinschen Gasthause in Lüssum. J.F.Eckhoff, der Initiator dieses Treffens, wird zum Präsidenten gewählt. Lehrer Eckhoff wird mit der Ausarbeitung der 12 Paragraphen umfassenden Statuten betraut. Unter § 1 steht geschrieben: Der Imkerverein Blumenthal hat den Zweck, eine rationelle Bienenzucht zu fördern und dabei nicht nur den Betrieb mit beweglichen Waben, sondern auch die Korb zucht zu berücksichtigen. Der Beitrag wird auf jährlich 2, Mark festgesetzt. Hierfür erhalten die Mitglieder 2 mal monatlich das "Bienenwirtschaftliche Centralblatt" zugesandt. Die Versammlung beschließt weiter, sich als Spezial-Verein dem Centralverein in Hannover anzuschließen. In einer späteren Versammlung einigt man sich das Wachs gemeinschaftlich abzusetzen.

1888 Die Bibliothek wird angelegt und findet gute Abnahme durch die Mitglieder. DieWanderung in die Heide wird als recht lohnend bezeichnet. Der Präsident preist in einer  Versammlung die Vorzüge des Mobilbaus.

1889 Für überschüssiges Geld werden kleine Geräte angeschafft und verlost. Der Monat Mai war für die Bienen ausgezeichnet. Im September wird in der 'Norddeutschen Volkszeitung" bekannt gegeben, welcher Imker Honig abzugeben hat. Für die Reinheit garantiert der Verein. Der Scheibenhonig soll 75 Pfennig kosten, der Seimhonig 5o Pfennig.

1890 Die Versammlung im September war so schwach besucht, daß keine Beratung stattfinden konnte.

1891 Bei schlechter Witterung fahren auf einem Leiterwagen 21 Imker zum Finkschen Bienenstand, um dort die Arbeit mit: Albertikästen zu beobachten. Anschließend geht es ins Sebecksche Gasthaus in Megenburg. Die Imker beklagen eine spärliche Ernte. In 9 Wochen gab es 51 Regentage. Eingewintert werden 275 Völker in Stülper, 18o in Kästen und 26 in Bogenstülper.

1894 Der Imkerverein Blumenthal organisiert eine Honigausstellung mit anschließender Tanzmusik. Am folgenden Tag wird die 26. Wanderversammlung der Hannoverschen Bienenzüchter eröffnet, ein anschließendes Festessen kostet 2 Mark. Dem Bienenzüchter Holthausen werden aus der Kasse 15 Mark bewilligt, weil seine Bienen 2 Pferde getötet haben.

1895 Der Verein zählt jetzt 91 Mitglieder. Aus diesem Grund wird der Vorstand von 4 auf 17 Mitglieder erweitert. Der Scheibenhonig kostet 1 Mark, Schleuderhonig 8o Pfennig, Seimhonig 70 Pfennig. Ein Imker aus Uthlede hat seinen Honig unter Preis verkauft und somit gegen die Statuten gehandelt. Er wurde aus dem Verein ausgestoßen. 1895 Der Verein nimmt an der Sedanfeier teil und führt einen Festwagen mit Imkerdarstellungen im Umzug mit. Da in der hiesigen Gegend mehrfach Honig von auswärts bezogen worden ist, wurde, um dies zu unterdrücken, der Preis für Seimhonig auf 60 Pfennig pro Pfund herabgesetzt. Der Blumenthaler Imkerverein betreut jetzt ein Gebiet von Uthlede bis Ritterhude, von Berne bis Brundorf.

1896 Die Imker werden aufgefordert einer neu gegründeten Versicherung für Bienen beizutreten. Sie umfaßt Frevel und Feuersgefahr. Nach 10 Jahren seines Bestehens zählt der Verein 95 Mitglieder. Das Vermögen beträgt 191,45 Mark. Es werden Meldestellen in jeder Ortschaft  eingerichtet, von dem die Kunden erfahren wer Honig verkauft. Vereinsmitglieder haben auf einer Ausstellung in Stade 5 Preise erhalten. Ein Oldenburger Imker vermischt amerikanischen  mit Oldenburger Honig und verkauft diesen als einheimischen Honig.Der Betroffene wird gerichtlich belangt. Der Präsident, Herr Eckhoff, vertritt den Verein auf der Wanderversammlung  in Hannover.

1897 Die Vereinsmitglieder betreuen insgesamt 1400 Völker in 718 Körben, 630 Kästen und 52 Bogenstülpen.

1898 Den Bienenzüchtern Döpke und Heidorn wird der Bienenstand durch Überschwemmung vernichtet. Ihnen werden 15 Mark aus der Vereinskasse bewilligt. Präsident Eckhoff wird in Papenburg als Schriftführer des Bienenwirtschaftlichen Centralverbandes für die Provinz Hannover gewählt. Die Blumenthaler Imker organisieren am 27. November 1898 eine Honigausstellung bei der 1000 Pfund Honig und Gerätschaften zu besichtigen sind.

1901 Der Bienenwirtschaftliche Centralverein Hannover hat sich in Kreise eingeteilt. Der Blumenthaler Verein, sowie die Vereine Achim, Bremen, Loxstedt, Rotenburg, Scharmbeck und Syke gehören dem Kreis Unterweser an. In jedem Jahr wird abwechselnd eine Kreisausstellung stattfinden. Es werden Preise und Ehrenpreise gestiftet. Der bestehendeVersicherungsschutz wird auf Haftpflicht erweitert.

1903 Der Vorsitzende beklagt sich, daß die Imker ihre Völkerzahl nicht genau und rechtzeitig angeben. Für die Versicherung werden diese Angaben aber dringend benötigt. Eine Versammlung in Ritterhude fand unter sehr schlechter Beteiligung statt. Um mehr Imker in die Versammlung zu bekommen, werden Verlosungen von Imkerartikeln vorgenommen.

1904 Der Imkerkollege Bortscher hält einen Vortrag über den 4Etagen Blätterstock. Mit Pferd und Wagen fahren Teilnehmer zu einem Imker nach Werschenrege.

1906 Ehemalige Blumenthaler Vereinsmitglieder gründen den Imkerverein Grohn. Dem Imkerkollegen Hüneke aus Ritterhude verbrennen durch Blitzschlag 30 Bienenvölker. Erstmals tritt die Versicherung in Kraft.

1907 Beim 20jährigen Bestehen des Vereins hält Vorsitzender Eckhoff einen Rückblick. Er betont, daß 11 Korbimker den Verein gegründet haben. Seitdem hat sich der Mobilbau mit beweglichen Waben eingebürgert. Der Schleuderhonig kann jetzt schon im Frühjahr geerntet werden. Jetzt können auch Personen imkern die über kleine Gärten verfügen.

1908 und 1909 waren so schlechte Honigjahre wie es sie vorher noch nicht gegeben hat. Die Bienen mußten im Sommer gefüttert werden.

1910 Auf Grund der 2 schlechten Honigjahre sind 10 Mitglieder ausgetreten und es gibt 20% der Standvölker weniger. Die Frühtracht war 1910 wieder mäßig. Die Heide hat gut gehonigt. Die Imker machen wieder fröhliche Gesichter. Herr Eckhoff hält einen Vortrag über "Bienenzucht und Vogelschutz im Obstgarten".

1911 Die Überwinterung war vorzüglich. Der Vorstand empfiehlt den Imkern nur von guten Bienen nachzuzüchten. Es wird beschlossen Honigetiketten anzuschaffen. Die Imkervereine machen eine Eingabe an die Regierung den Zucker nicht mit Torfmull sondern mit Sand zu vermischen. wieder war ein schlechtes Bienenjahr.

1912 Am 10. November feiert der Verein sein 25jähriges Jubiläum. Von den Gründern gehören dem Verein noch die Imker Eckhoff, Finke, Havighorst und Seebeck an, die zu Ehrenmitgliedern ernannt werden. Gefeiert wird mit einem Ball im Vereinslokal des Herrn Flocke "Hotel Union".

1913 Dem Turnverein Lüssum werden 12 Mark zum Pflanzen von Lindenbäumen bewilligt.

1914 Ein Ausflug wird wegen des Kriegsbeginns abgesagt. Eine 50 Mark Spende geht an den Vaterländischen Frauenverein. Es wurde um eine Honigspende an die verwundeten Krieger im Lazarett gebeten. Die zur Fahne gerufenen Kollegen brauchen keinen Mitgliedsbeitrag zu zahlen.

1915 Bei der Hauptversammlung wünscht der Vorstand, daß dem Deutschen Vaterland ein baldiger Frieden beschieden sei. Die Kasse wird mit 3% Kriegsanleihe belastet.

1916 Der Zucker wird rationiert. Pro Volk werden 10 Pfund reiner und 10 Pfund mit Sand vergällten Zucker über das Zollamt abgegeben.

1917 Die Honigpreise werden vom Staat festgesetzt und gelten für das ganze Reich. viele Neuimker, sogenannte "Zuckerimker", treten dem Verein bei. Der Diebstahl von  Bienenvölkern nimmt rapide zu. Die Diebstahlversicherung ruht bis Kriegsende.

1918 Der Vorstand wünscht ein gutes Honigjahr. Die Kriegsanleihe beträgt 1895,- Mark, Einnahmen 355,14 M. Für 5 Pfund Honig erhält der Imker 15 Pfund Zucker vom Staat. Die Imker entdecken die Rapstracht. Der Vorstand empfiehlt, die Völker mit der Eisenbahn dort hin zu transportieren. Bei Kriegsende muß das gesamte Vermögen des Vereins an den Zentral Verein nach Hannover abgeführt werden.

1919 Der Verein ist 143 Mann stark. Das Vermögen beträgt wieder 1.388,18 Mark. Der Verein bestellt Rotklee und fordert den Staat auf wieder Linden, Ahorn und Akazien zu pflanzen. Das Wachs wurde beschlagnahmt von der minaralölversorgungsgesellschaft in  Berlin. Für ausländisches Wachs zahlen die deutschen Imker 15 Mark pro Kilo. Für einen  Pfund Honig erhält der Imker 6 Mark. Pro Standvolk wird der Imker gezwungen 2 Pfund Honig abzugeben. Alle Imker werden zwangsweise gegen Feuer-, Wasser- und Haftpflichtschäden versichert.

1920 gründet der Verein eine Genossenschaft mit 71 Mitgliedern, da die einzelnen Imker von den Wucherern übers "Ohr gehauen" werden. Die Genossenschaft soll mithelfen das bedrückte Vaterland aufzubauen. Die Bienenzeitung erscheint 14 tägig. Der Centralverein Hannover zählt 13.000 Mitglieder.

1921 wird in Stade ein Bezirksverein gegründet. Er umfaßt das Gebiet Bremen und den Regierungsbezirk Stade. Es wird eine neue Imkerschule im Botanischen Garten in Bremen gegründet. Der Verein steuert 300 Mark zu und besorgt sich Samen vom Götterbaum. Die Vereinsmitglieder müssen Völker an den "Feindbund" abgeben. Der Vorsitzende des  Blumenthaler Imkervereins, Herr Eckhoff, wird 1. Vorsitzender des Hannoverschen Centralvereins.

1922 Für die Völker die an die Siegermächte abgegeben werden müssen, erhält der Imker 15 Pfund Zucker pro Volk, füreigene Völker 4 Pfund. Den Verein wird das Hotel Union zu eng. Neues Vereinslokal wird das Bahnhofshotel. In Lesum wird ein neuer Imkerverein gegründet. Die Lesumer Imker treten aus dem Blumenthaler Verein aus. Der Honigpreis beträgt 150,- Mark pro Pfund.

1923 Der Vorsitzende fordert alle Imker auf "unser liebes Deutschland wieder auf die Beine  zu helfen" und weist auf die Zwangsmaßnahmen der Franzosen gegenüber Deutschland hin. Eine Gruppe Imker hat sich bereit erklärt für die Vermehrung von Trachtpflanzen zu sorgen.Wegen der zerrütteten Finanzverhältnisse in Deutschland wird der Honigpreis dem Margarinepreis und Scheibenhonig dem Butterpreis angepaßt. Der Beitrag wird auf  8150 Dollar festgesetzt.

1924 sind in der Kasse 4.746,- Papiermark die nach Einführung der Rentenmark wertlos sind. Dazu kommt eine Kriegsanleihe von 600,- Mark. Nach der Aufwertung hat der Verein 59,52 Mark in der Kasse. Der Beitrag wird auf  3,- Mark fest gesetzt.

1926 wird das neue Einheitsglas von den Imkern im Verein eingeführt. Einige Mitglieder pflanzen Tabak an.

1927 bricht die Zentral-Imker-Genossenschaft zusammen. Dadurch gerät der Verein in eine Krise. Eine große Anzahl Imker treten aus. Andere verlangen aus dem Centralverein Hannover auszutreten. Nach einer außerordentlichen Versammlung rauft sich der Verein wieder zusammen.

1929 Der Landrat bewilligt dem notleidenden Imkerverein 160,- Mark. Die Versicherung wird in Zukunft vom Deutschen Imkerbund wahrgenommen.

1931 Imker beklagen, daß durch den Wegfall der Zollfreiheit und Erhöhung des Zolls der Zucker teurergeworden ist.

1932 hat der Verein 55 Mitglieder und 5 Ehrenmitglieder. Eckhoff jun. empfiehlt die gezielte Weiselzucht. Die Magazinbeute wird vorgeführt.

1933 Dem Verein wird verboten den Honigpreis festzusetzen. Der Zentralverein wird aufgelöst dafür der Verband Niedersachsen gegründet.

1934 Die Blumenthaler Imker treten dem neugegründeten Verein "Gesellschaft der Freunde desHannoverschen Landesinstitut" bei. Niedersachsen wird in Imkerkreise geteilt. Blumenthal gehört dem Kreis Bremen an. Die Reichsführung ordnet an, daß der 1. Vorsitzende eines Imkervereins in Zukunft "Ortsgruppenvorsitzender" heißt.Nach der Wahl Hitlers zum Reichskanzler erhofft sich der Vereinsvorstand, daß es mit unserem  lieben Vaterland wieder aufwärts geht. Es wird beschlossen mehr Akazien an zu pflanzen, da diese einen Monat eher blühen als Linden. Im Kreis Osterholz wird eine Arbeitsgemeinschaft gegründet. Die Führung übernimmt Rektor Rune aus Lesum. Der ehemalige Centralverband heißt jetzt Reichsverband der Kleintlerzüchter -Fachgruppe Bienen- . Die Reichsführung ordnet an, daß der Vorstand sich zusammensetzt aus Ortsgruppenvorsitzender, Beisitzer und Fachwarte. Nach 47jähriger Tätigkeit als 1.Vorsitzender tritt Lehrer Eckhoff aus Gesundheitsgründen zurück. Neuer Ortsgruppenvorsitzender wird Werkmeister Dietsch.

1935 Imker erhalten Notstandsbeihilfen. Der Verein erhält neue Statuten. Vereinsmitglieder bepflanzen das Gelände um die Gasbehälter. Angewandert wird der Raps -in Kehdingen. Der Vorstand fährt nach Leipzig zur Kleintlerausstellung. Immer wieder wird auf den Wert der Königinnenzucht vom Vorstand und Fachwart hingewiesen.

1936 Der Fachwart für Honig, Herr Oltmann, gab die Bedingungen für die Benutzung des Einheitsglases mit Banderole bekannt. Die "Deutschlandbeute" (Einheltsblätterbeute) wird vorgestellt.

1937 Um eine Übervölkerung zu verhindern, werden die Bienenstände in Meßtischblätter eingetragen. Wanderkarten werden eingeführt. Der Titel des Centralblattes wird geändert in"Der Niedersächsische Imker". Im Oktober 1937 feiert der Verein sein 50jähriges Bestehen mit einer Honig und Geräteausstellung verbunden mit einem bunten Abend.  Der alte Imkerversicherungsverein wird aufgelöst, die Hälfte des Vermögens den Ortsgruppenzur Verfügung gestellt. Die Mitglieder werden aufgefordert Kittharz zu sammeln. 1938 wird vom Verein eine Wabenpresse gekauft. Der Verein hat 77 Mitglieder.

1939 Die wilde Wanderung in der immer mehr zurückgehenden Heide ist endgültig vorbei. Der Wanderwart kann mit Hilfe der Polizei nicht genehmigte Stände entfernen lassen. Die  Rückwanderung aus der Heide bereitet den Imkern Schwierigkeiten. Fast alle Lastwagen hat das Militär eingezogen. Benzin gibt es nur gegen Bezugsschein. Für die zum Militär eingezogenen Imker werden Paten eingesetzt.

1940 Der Zucker wird von der Ortsgruppe ausgegeben, im September 5 Pfund und im November noch einmal 5 Pfund. Viele Völker gehen wegen der späten Fütterung im Frühjahr ein. Für die besetzten Ostgebiete werden Bienenvölker zur Verfügung gestellt.

1940 Die Zucht mit Nigraköniginnen beginnt. Eine Belegstellen-Königinn kostet 8 RM.

1941 Die Imker werden aufgefordert Honig für Frauen, Kinder und Verwundete abzuliefern. Die gesamte Wachsernte wird beschlagnahmt.

1944 Die Reichsfachgruppe Imker geht in die Reichsfachgruppe Kleintierzucht auf

1946 wird der 1. vorsitzende Herr Dietsch von W.Fischer ab gelöst. Pro Volk werden 1 Schachtel Streichhölzer ausgegeben. Brauner Zucker wird verfüttert. Dadurch gehen 72 Völker ein, 9 werden gestohlen.

1947 Aus russischer Gefangenschaft kommt der Hilferuf eines Blumenthaler Imkers: "Erhaltet mir meine Bienen". Durch einen starken Winter und schwacher Auffütterung wegen zZuckermangel gingen viele Völker ein. Die Versammlungen fanden wegen Kohlenmangel  in ungeheizten Räumen statt. Der Verein hat 72 Mitglieder.

1948 Es wurde festgestellt, daß Zucker an Verwandte und Bekannte weitergegeben wird. Der Überschuß konnte durch die Angaben von falschen Völkernzahlen entstehen. Der  sogenannte "Zuckerimker" entsteht. Für den Landesverband wird Honig gestiftet,damit dieser seine Arbeit wieder aufnehmen kann. Es werden Bezugsscheine für Brennmaterial ausgegeben. Ein Imker aus der Franz.Zone beschreibt die katastrophale  Lage der Imker unter der Franz.Besatzung. Daran können die Imker ermessen, in welcherglücklichen Lage sie unter amerikanischer Besatzung sind. Für Kriegsversehrte, Heimkehrer und Flüchtlingsimker wird Zucker bereitgestellt, gegen den Protest der Zuckerimker.

1949 Nach der Währungsreform wird ein Jahresbeitrag von 6 DM erhoben. Es kann wieder alles gekauft werden. Der Verein betreut 500 Völker. Die Carnika-Biene taucht auf. Der  Vorstand fordert die Imker auf diese Rasse vermehrt zu züchten. Der Schwaneweder  Imkerverein verlangt eine Entschädigung bei der Anwanderung in sein Gebiet. Der Verein betreut jetzt 907 Völker. Dem Landesinstitut Celle werden 15,- DM gespendet .

1950 Von Schwanewede bis Vegesack werden auf Drängen der Imker Lindenbäume gepflanzt. Ein Pfund Honig kostet 2,30 DM.

1951 Durch Schädlingsbekämpfung wird der Imkerei großen Schaden zugefügt. Durch die Verkreuzung von Italienern, Cyprier usw. hat die Bienenzucht stark gelitten. Es wird ein Züchterverein gegründet. 62 Mitglieder betreuen jetzt 1100 Völker.

1953 Die Stadt Bremen überweist 45,- DM zur Förderung der Bienenzucht. Der Verein  kauft dafür "Troiseck-Königinnen". Die Imker bekommen die Zuckersteuer zurückerstattet.Die Einfuhr von Peschetz-Königinnen wird verboten wegen Einschleppung der Milbenseuche.

1955 Die Mitgliederzahl im Landesverband geht ständig zurück. 1952 waren es noch 6530 Mitglieder mit 81500 Völkern, 1954 noch 4800 Imker mit 47000 Völkern, ein Rückgang von 42 %. 91 Vereine sind dem Verband angeschlossen.

1957 erfolgt ein Wechsel im Vorstand. Nach W.Fischer führt Walter Lemmerz den Verein. DerSchwaneweder Verein löst sich auf. Die Imker werden vom Blumenthaler Verein aufgenommen. Zur Verbesserung der Tracht werden Weiden, Krokusse und Linden unter  Mithilfe des Bürgervereins gepflanzt.

1960 Wegen mangelnder Beteiligung wird eine Busfahrt und ein gemütlicher Abend abgesagt. Der Verein ist überaltert. man will versuchen jüngere Menschen für die Imkerei zu interessieren. Die Tracht wird als außergewöhnlich gut bezeichnet:.Der Verein erhält staatl. Zuschuß.

1962 Das 75jährige Jubiläum wird in der Gaststätte Schrader gefeiert. Es gibt Kartoffelsalat und Würstchen. Anschließend findet eine Verlosung statt. Ein Akkordeonspieler sorgte  für Musik. Walter Lemmerz tritt von seinem Vorstandsposten zurück. Neuer Vorsitzender wird Hans Lenthe.

1968 Es wird über die Nutzung der Waldtracht und über das Anlegen von Ameisenvölkern diskutiert.

1970 Der Verein hat mit 45 Mitgliedern die niedrigste Mitgliederzahl und betreut 320 Völker. Es fehlen jüngere Imker.

1973 Der Lesumer Verein löst sich auf. Die Imker treten dem Blumenthaler Verein bei. Der Vorschlag, den Verein umzubenennen in 1.V.Bremen-Norcl, wurde einstimmig abgelehnt.

1975 Nach der Lloyd-Halle wird die Gaststätte "Waldschmiede" in Beckedorf Versammlungsort. Die Mitgliederzahlen steigen durch ein stärkeres Umweltbewußtsein der Bürger. Der Trend geht zu großen Beuten. Längslager-, Trogbeuten und Magazine werden bevorzugt.

1979 Die Bienen haben durch den Jahrhundertwinter keinen Schaden genommen. Zum ersten Mal wird über die Varroamilbe gesprochen.

1980 finden Gespräche statt, um auf der ökologiestation in BremenSchönebeck ein Lehrbienenhaus zu errichten. Aus diesem Grund wird der Schulgarten in Hannover besichtigt.

1981 Nachdem finanzielle Probleme beseitigt werden, kann für das Lehrbienenhaus der  Grundstein gelegt werden.

1982 Senator Brückner eröffnet das Lehrbienenhaus.Insgesamt werden 15.000,- DM verbaut.

1983 wird auf dem Uthleder Berg vom Imkerkollegen E. Faltus ein Prüfstand mit 15 Völkern errichtet.

1984 Die Varroamilbe wird erstmals bei einem Imkerkollegen entdeckt. Erich K.Faltus  wird für seinen Einsatz um das Lehrbienenhaus durch die Landwirtschaftskammer Bremen zum Ehrenbienenmeister ernannt. Mit der Neuaufnahme von Jugendlichen in den letzten Jahren ist der Nachwuchs für die Imkerei gesichert.

1985 Erste Vorbereitungen für die 100 Jahrfeier des Blumenthaler Imkervereins werden getroffen.

1986 Die Imker H.Monsees und G.Vajen pflanzen 2000 pollen und nektartragende Büsche und Bäume auf privatem Grund. Der Verein hat 82 Mitglieder, die etwa 650 Völker betreuen. Der Mitgliedsbeitrag beträgt 46,- DM pro Jahr und 2,- DM pro Volk. Der Landesverband  der Imker Weser-Ems e.V., dem auch der Blumenthaler Verein angehört, betreut 2315 Mitglieder mit 23800 Völkern. Organ des Verbandes ist die "Nordwestdeutsche Imkerzeitung".

1987 am 7. März feiert der Verein in der Gaststätte "Brunnenhof" in Leuchtenburg, in direkter Nachbarschaft des Lehrbienenhauses auf der Ökologiestation Schönebeck, sein 100jähriges Bestehen.

Herbert Monsees

wird fortgesetzt.

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