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Mit der freundlichen Genehmigung der Zeitung "Die Norddeutsche", ein Beiblatt des Weser-Kuriers stellt der Imkerverein den abgeschriebenen Artikel vom Donnerstag den 18.Juli 2002 ins Internet auf die Hompage des Vereins
Ein schlechtes Bienenjahr geht zu Ende Zu kurze Blütenzeit und zu wenig Tracht /Imker lediglich mit der Königinnen Zucht zufrieden
Für Honigimker sei es ein mieses Jahr gewesen,zu kalt, zu nass zu kurze Blütenzeiten , bilanziert Wilhelm Wilms, Vorsitzender des Imkervereins Blumenthal, das immer vom 1. August bis 31. Juli geht, in diesem Monat endet, ist keine Bilanzverbesserung mehr zu erwarten. Dass wenigstens die Königinnen Zucht gut lief ,ist da nur schwacher Trost, da die Königinnen Zucht nur drei bis vier Vereinsmitglieder betreiben. Das Königinnen Geschäft sei zeitaufwendig und kostenintensiv, so Wilhelm Wilms. Um sanftmütige und nicht zum Schwärmen neigende Bienen weitergeben zu können, sei es nötig als Voraussetzung für die Zucht von Wirtschaftsköniginnen auf den heimischen Ständen zunächst so genannten Reinzuchtköniginnen zu züchten. Diese Zucht erfolgt hauptsächlich auf den ost und den nordfriesischen Inseln .Nur dort abgeschirmt durch die von den Bienen nicht überflogene See, bestehe die Garantie ,dass für Zuchtvölker Bienenköniginnen gekörter Völker nur von ausgewählten Drohnen begattet werden. ”Das geschieht beim Hochzeitsflug in drei Meter Höhe, wobei eine Königin sich mit bis zu acht Drohnen paart, so Wilms. Königinnen und Drohnen werden dazu gezielt von Imkern auf die Inseln gebracht Wichtig sei diese Königinnenzucht , weil eine Königin nur fünf Jahre lebt, von den meisten Imkern aber schon nach zwei Jahren ausgewechselt wird. Eine gezielte instrumentale Besamung von Königinnen ist laut Wilms dem Erhalt bestimmter Zuchtlinien vorbehalten. Gezüchtet werden im hiesigen Bereich Carnica Bienen .Die 64 aktiven Imker des 81 Mitglieder zählenden Imkervereins Bremen Blumenthal bewirtschaften 514 Völker. Zur Hochsaison im Juni/Juli zählt ein Volk etwa 60 000 bis 80 000 Bienen. Überwintern werden davon allerdings nur 10 000 bis 15 000 Bienen pro Volk Bei den Bienen gibt es zwei Lebenslängen, macht Wilms deutlich, wie diese Differenz entsteht. Die Sommerbiene arbeitet sich in 60 bis 70 Tagen zu Tode. Die Winterbiene, die im August/September geboren wird, lebt hingegen fünf Monate. Diese längeren Lebenszyklus schafft sie, weil diese Biene, wenn sie keine Tracht oder Brut riecht ,nicht altert, sondern im Entwicklungsstadium verharrt.
Vom Oktober bis Januar überwintern diese Bienen in der Wintertraube. Erst im Frühjahr beginnen sie Waben zu bauen, Eier zu legen, Waben zu verdeckeln, Futter zu suchen, den Nachwuchs aufzuziehen. Imker nennen das Durchlenzung. Im August beginnen die Imker bereits damit, ihre Bienenvölker auf die Überwinterung vorzubereiten. In diesem Jahr gibt es da angesichts des schlechten Sommers einiges zu tun. Die Carnica Biene geht, wenn Trachten ausfallen, nämlich sofort außer Brut. Brutlücken entstehen, das Volk wird kleiner und muss durch Auffüttern gestärkt werden, damit es stark durch den Winter kommt. Und der Trachtausfall war in diesem Jahr erheblich. Die Frühtracht hat nichts gebracht, der Raps hat kaum etwas gebracht, die Lindenblüte ist ins Wasser gefallen, jetzt steht nur noch die Heideblüte aus zieht Wilhelm Wilms Bilanz. Er verdeutlicht, die Auswirkungen zu geringer Temperaturen auf Biene und Trachtpflanzen. Die Biene sammelt erst den Nektar bei Temperaturen ab 14 Grad aufwärts. Fallen die Temperaturen auf acht Grad, verklammt die Biene. Außerdem führen zu geringe Temperaturen dazu, dass Blütenpflanzen keinen Nektar bilden, nicht honigen. Angesichts von Trachtausfällen muss ein Imker für sich entscheiden, ob er abwartet oder zufüttert. Wenn er sich zum Zufüttern entscheidet, dennoch aber Honig schleudern will, darf er nur Honig geben. Würde er etwas anderes zufüttern, dürfte er keinen Honig mehr schleudern, verdeutlicht der Vorsitzende des Blumenthaler Imkervereins die Zwickmühle. Große Sorgfalt verwenden die Imker auf die Gesunderhaltung ihre Bienenvölker . Regelmäßig werden vorbeugend so genannte Futterkranzproben zur Untersuchung auf “amerikanische Faulbrut” abgegeben und gezielte Behandlungen mit amtlich anerkannten Mitteln gegen die Varoamilbe vorgenommen. Außerdem besichtigt der Gesundheitsobmann des Vereins mit geschulten Vereinsmitgliedern die Imker, um die Bienenvölker in Augenschein zu nehmen. Nur über den Gesundheitsobmann und seine Meldung an die zuständigen Gesundheitsstellen kommen die Imker an die vom Veterinär ausgestellten Gesundheitszeugnisse. Die Mitglieder des Blumenthaler Imkervereins, die mit ihren Bienen in den Raps oder die Heide wandern, brauchen davon gleich drei: Außer dem Bremer auch eines von der Landwirtschaftskammer Weser Ems für die andere Weserseite und eines von der Landwirtschaftskammer Hannover, um mit ihren Bienen in die an Bremen Nord angrenzenden niedersächsischen Gebiete wandern zu können.
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